· 

Ich - gestresst?

Die Sommerpause ist vorbei. Die meisten von uns hat der (Arbeits-) Alltag wieder eingeholt. Es stehen verschiedenste Aufgaben und Herausforderungen an. Da ist es nicht immer so leicht, ruhig und gelassen zu bleiben, wenn die Anforderungen zu schwierig sind, neue Aufgaben warten oder es manchmal einfach zu viel ist. Daher finde ich es klasse, wenn sich Menschen dazu entscheiden, ihr Leben in die Hand zu nehmen und in einem Gesundheitskurs etwas gegen den Stress und für sich selbst zu tun. Gestern ist eine neuer Stressbewältigungskurs gestartet. Unter anderem stellte ich die Frage: Woran erkennst Du eigentlich, dass Du gestresst bist?

Manch einer kann sofort die persönlichen Anzeichen aufzählen. Andere kommen dann erst einmal ins Überlegen. Ja, wie reagiere ich eigentlich bei Stress? Merke ich es selbst, oder sind es meine Mitmenschen, die mich darauf aufmerksam machen?

Jeder von uns reagiert anders auf Belastungen. Allgemein lassen sich 4 Aspekte der Stressreaktion unterscheiden:

  • Körper - Wie ist dein Herzschlag, deine Atmung, ...? Was spürst Du?
  • Kognition - Welche Gedanken gehen Dir in diesem Moment durch den Kopf? Sagst Du Dir etwas?
  • Emotion - Wie fühlst Du Dich?
  • Verhalten - Was genau machst Du dann?

Wozu ist es überhaupt wichtig, die eigene Stressreaktion zu kennen? Zum einen gibt es den akuten Stress, der dann auch wieder abklingt. Zum anderen kann es zu chronischem Stress kommen, wenn die Stressreaktion aufrecht erhalten bleibt und Körper und Geist keine Erholungsphasen mehr haben. Mögliche Folgen von chronischem Stress sind u.a.: Muskelverspannungen, Kopf- oder Rückenschmerzen, Atemstörungen, Bluthochdruck, koronare Herzerkrankungen, erhöhtes Diabetesrisiko, Schlafstörungen, Störungen der Leistungsfähigkeit und Gedächtnisfunktion, verminderte Schmerztoleranz, Depression, Tinnitus, häufige Infekte, Auto-Immunerkrankungen (Vgl. Kaluza, Gert (2011). Stressbewältigung: Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung. Berlin: Springer.). Deshalb kann es sich lohnen, die eigenen Warnzeichen zu kennen und zu erkennen, um frühzeitig angemessen reagieren und dem Stress entgegentreten zu können.

 

Wie ist das bei Dir: Kennst Du Deine Frühwarnzeichen? Wenn Du magst, kannst Du ja für Dich überlegen, welche Anzeichen von Stress Du bei Dir bemerkst. Sticht dabei ein Aspekt hervor?

Im nächsten Schritt kann dann geschaut werden, was Du tun kannst, wenn Du die Stress-Anzeichen bei Dir entdeckst. Das dann beim nächsten Mal.

 

Bis dahin, eine gute, entspannte Zeit!