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..gestresst - was tun?

Vielleicht hast Du nach dem Lesen des letzten Blogbeitrags Deine Stressanzeichen analysiert und festgestellt, dass Du ganz schön gestresst bist. Oder Du fragst Dich ganz einfach so, was Du gegen Stress tun kannst? Die Antworten darauf sind so bunt und vielfältig, wie das Leben.

 

Stress ist nützlich!

Stress ganz zu vermeiden ist nur schwer möglich und auch nicht sinnvoll, da die Stressreaktion des Körpers eine Funktion erfüllt. Sie bereitet uns auf Aufgaben oder Herausforderungen vor. Um schneller auf die Umwelt reagieren zu können, sind (u.a.) der erhöhte Herzschlag, höhere Skelettmuskeltonus, schnellere Atmung, Durchblutung der Gliedmaßen notwendig. Wenn jedoch nach der akuten Stressphase die Erholung ausbleibt, kommt es zu chronischem Stress. Was kannst Du nun tun, um dies zu verhindern?

 

Was tut Dir besonders gut?

Es gibt verschiedenste Methoden Stress zu bewältigen. Vielleicht hast Du schon einmal vom Autogenen Training oder der Progressiven Muskelrelaxation (nach Jacobsen) gehört. Das sind zwei klassische Entspannungstechniken, die Dir helfen können leichter und schneller zu entspannen, sodass ein Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung entstehen kann. Die Techniken können in Gesundheitskursen gelernt werden und Du kannst sie dann unabhängig von anderen, ohne CDs oder Buch für Dich anwenden, genau dann, wenn Du es brauchst. Weitere Methoden, die keine klassischen Entspannungstechniken sind und dennoch eine entspannende, ausgleichende Wirkung haben, sind z.B. Yoga, Meditation, Achtsamkeit. (Wenn Du eine kleine Achtsamkeitsübung ausprobieren möchtest, kannst Du hier mal schauen. Dort habe ich eine kurze Übung vorgestellt, die Du im Alltag anwenden kannst.) Andere Tätigkeiten, können ebenfalls Stressbewältigungsmethoden sein. Was tut Dir besonders gut? TeilnehmerInnen der Kurse nennen z.B. noch joggen, Sport machen, ein Buch lesen, spazierengehen, ein Bad nehmen, stricken, mit jemandem darüber reden, mit Freunden treffen, Tee trinken. Die Liste ist endlos und jeder hat seine ganz persönlichen Methoden. Schnapp Dir Zettel und Stift oder Dein Ressourcenbüchlein und überleg doch mal, was hat Dir in der Vergangenheit gut geholfen?

 

Dein Beitrag

Gerade in akuten Stressphasen kann ein Blick auf den eigenen Beitrag zur Stressreaktion helfen. Denn einen besonderen Beitrag dazu leisten unsere Gedanken. Manchmal sagt man sich "Wieso passiert mit das jetzt?", "Das schaffe ich nie!", "Immer mache ich das falsch." oder "Wenn ich jetzt einen Fehler mache, dann war die ganze Arbeit umsonst." Das ist meist nicht hilfreich und löst die Probleme nicht. Was könntest Du dir stattdessen sagen, dass Dir hilft? Wenn Du bei Dir auch solche hinderlichen Gedanken erkennst, kann die Teilnahme an einem Stressbewältigungskurs eine gute Gelegenheit für Dich sein, um aktiv etwas gegen Stress zu tun. Denn neben Entspannungstechniken, werden hier Techniken im Erkennen und im Umgang mit hinderlichen Gedanken vorgestellt und geübt.

 

Wenn Du magst, kannst Du die nächste Woche einmal genauer beobachten, was Dir in stressvollen Situationen durch den Kopf geht. Was könnte nützlicher sein, in solchen Momenten zu denken?

 

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