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Erfolgreich faulenzen in 3 Schritten

Irgendetwas ist immer

Wann hast Du eigentlich zum letzten Mal gefaulenzt? Dir Ruhe gegönnt statt die Freizeit-Punkte auf der imaginären To Do Liste abzuhaken? Besonders an freien Tagen oder am Wochenende tauchen solche Momente auf, in denen man einfach nichts tun könnte. Und anstatt gemütlich auf dem Sofa zu relaxen, ertappt man sich dann doch dabei, noch schnell die Wäsche zu machen oder den Abwasch zu erledigen. Irgendetwas findet sich eben immer. 

  

Ruhe und Erholung?

Aber was genau ist denn Ruhe oder Erholung? Für den einen ist es erholsam auf einer Parkbank zu sitzen und Vögel zu beobachten, für den anderen ist es pure Erholung Joggen zu gehen. Weil die Vorstellungen darüber, was Ruhe und Erholung ist, weit auseinanderliegen können: Was genau bedeutet Ruhe und Erholung eigentlich für Dich? Ist es für Dich das gleiche oder schöpfst Du neue Kraft durch Aktivitäten? Vielleicht fragst Du Dich jetzt auch, woran Du Erholung überhaupt erkennst. Sie zeigt sich zum Beispiel körperlich, ruhiger Puls und Atmung, in gutem Schlaf oder gelassener Stimmung.

 

Erst die Arbeit - dann das Vergnügen

Wie kommt es, dass Ruhe und Erholung im Alltag eine eher untergeordnete Rolle spielen. Eben genau so: „Erst muss noch die Küche aufgeräumt werden!“ oder „Schnell noch staubsaugen, dann kann ich entspannt einen Tee trinken.“ Lass uns doch gemeinsam überlegen. Welche Sprüche fallen Dir zum Thema faul sein und Arbeit ein? Sätze die Du vielleicht selber sagst oder hörst. Das hier sind die Favoriten, die ich häufig in meiner Arbeit höre:

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

„Von Nichts kommt Nichts.“

„Ohne Fleiß keinen Preis.“

„Morgenstund hat Gold im Mund.“

„Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“

„Nur mit harter Arbeit kommt man weiter.“

 

In Gesprächen dazu taucht selten die Erlaubnis zum faul sein und genießen auf. Die meisten hören solche Fleiß-Sätze von klein an. Wenn wir recht früh und immer wieder mit diesen Gedanken genährt werden, zeigt sich das oft noch in den Einstellungen und Überzeugungen im Erwachsenenalter. So kommt es, dass manche eben nicht stillsitzen und das Nichtstun genießen können, sondern irgendwie immer etwas zu tun haben. Was ja auch ok ist. Schwieriger wird es dann, wenn man davon selbst genervt ist oder durch eine innere Unruhe getrieben wird, sodass Körper und Geist gar nicht mehr zur Ruhe kommen können. 

 

3 Schritte zu einer entspannten Einstellung

Hast Du Dich wiedererkannt? Dann lade ich Dich ein, zu prüfen wie es Dir damit geht, dass Du fleißig wie eine Honigbiene umhersaust. Auch die Bienen legen zwischendurch Ruhepausen ein. Anscheinend hat es sich bewährt, Aktivität und Ruhephasen in Balance zu halten. Eine gute Gelegenheit zu schauen, wie Du für Dich sorgst. Wenn Du glaubst, dass es Dir guttun kann, die eigenen Einstellungen genauer zu beleuchten, hast Du hier 3 konkrete Schritte für eine kleine Umschau. Nimm Dir dazu Zettel und Stift und los geht es:

  1. Welche Gedanken und Einstellungen hast Du über Arbeit, Genuss und Erholung? Sammle alle Gedanken, die Dir dazu einfallen.
  2. Wie gut geht es Dir mit diesen Einstellungen? Sortiere die Gedanken in hilfreiche und weniger hilfreiche Sätze. 
    Wenn es Dir damit gut geht, machst Du alles richtig. Klasse!
    Falls nicht, kann Punkt 3 Dir darin helfen, Dein Wohlbefinden zu stärken.
  3. Nimm Dir die weniger angemessenen Sätze und überlege: was wären alternative, hilfreiche Gedanken? Wandel jeden hinderlichen Gedanken in einen angemesseneren um.

 

Wenn Du Dich von jetzt an dabei ertappst, einen der alten Sprüche zu denken oder zu sagen, mach Dir das bewusst. Übe anschließend den neuen Gedanken!

Lernen macht Spaß, also freu Dich darüber, wenn Dir „alte Gedanken“ auffallen, anstatt Dich darüber zu ärgern.

 

Ich freue mich von Dir zu lesen, welche Veränderungen Du anstößt.

 

„Faul sein ist wunderschön!"
(Pippi Langstrumpf)
    

Bild: Mona Eendra

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